Heute mal was fürs Herz![]()
Wenn man sich um Stadttauben kümmert, wird man zwangsläufig mit viel Leid konfrontiert. Kranke Tiere, verletzte Tiere, tote Tiere. Mit Küken haben wir im besten Fall selten zu tun, denn der Austausch der Eier gegen Attrappen ist einer der wichtigsten Bestandteile unserer Arbeit (die drei Bausteine professionellen Stadttauben-Managements sind: artgerechte Fütterung, Eiertausch, med. Versorgung).
Manchmal haben wir aber doch mit Küken zu tun, die Gründe hierfür sind unterschiedlich:
1. Wir haben Eier übersehen und/oder es war zu spät zum Tauschen. Tauben können sehr kreativ werden, was Verstecken angeht. Auch wir sind nur Menschen und bei inzwischen Tausenden (!) getauschten Eier kann uns auch mal was durchgehen. Wenn das Küken bereits kurz vor dem Schlüpfen steht, tauschen wir die Eier ebenfalls nicht mehr.
2. Wir lassen bewusst Tauben im Taubenhaus brüten. Das passiert nicht häufig, ist aber manchmal notwendig. Wenn niemals nie irgendeine Taube Erfolg beim Brüten hat, kann es sein, dass die Tiere sich doch wieder andere Brutplätze suchen. Tieren, die bereits seit Jahren im Taubenhaus leben, „erlauben“ wir daher hin und wieder zu brüten.
Nun war das Ergebnis aber leider, dass von 2 Küken nur eines richtig von den Eltern versorgt wurde, sein Geschwisterchen war viel kleiner und wäre sicher verstorben. Nach einer ersten Überlegung, ob wir es in einer Pflegestelle einer Amme unterjubeln können, fand sich schnell in unseren eigenen Reihen (also im Taubenhaus selbst) ein tolles Ammenpärchen, das den Kleinen innerhalb von Sekunden annahm und fütterte. Bei solchen Bildern geht uns dann nur noch das Herz auf, wir hatten fast alle Pippi in den Augen![]()
Auf dem letzten Bild ist das Kleine bereits unter dem nur kurzzeitig verdutzten Partnertier verschwunden ![]()




