Unterführung Marler Stern 14.07.2019

Seit März werden die Tauben in der Unterführung von uns artgerecht gefüttert und die Eier an zugänglichen Stellen z.B. im Parkdeck Riegelhaus ausgetauscht gegen Gipseier. So konnten bisher 48 Taubeneier ausgetauscht werden.

Ab jetzt werden wir uns auch regelmäßig (vorzugsweise sonntags aufgrund des geringeren Publikumsverkehrs) um die unzugänglicheren Stellen unter der Unterführung kümmern, an denen viele Tauben brüten. Dies ist nur mit sehr langen Leitern möglich. In einer ersten Aktion haben wir uns heute zunächst erstmal einen Überblick verschafft und den ganz groben Taubenkot weggespachtelt. Dabei haben wir sowohl eine Reihe toter Tiere als auch einige – teilweise erst ganz frisch geschlüpfte – Taubenküken entdeckt.

Heute haben wir nur kaputte und offensichtlich unbebrütete Eier entfernt, da die gefundenen Taubeneier ja bereits seit unbekannter Zeit bebrütet werden und eine Entsorgung aus ethischen Gründen nicht vertretbar wäre. Die Stellen, an denen lediglich ein Ei im Nest lag, haben wir markiert. In den nächsten Tagen, wenn auch die jeweils zweiten Eier gelegt worden sind, werden wir diese Eier ebenfalls gegen Gipseier austauschen. Zusammen mit den heute bereits ausgetauschten Eier werden dies dann voraussichtlich insgesamt weitere 18 getauschte Eier sein.

Wir fanden zwei fast ausgewachsene, aber noch flugunfähige Jungtauben, die über den Bordstein irrten. Eine der Tauben konnten wir erfolgreich zu ihrem Geschwisterchen ins Nest zurücksetzen. Das Nest der anderen Taube konnten wir leider nicht finden, daher geht sie zunächst in Lucies Obhut.

Langfristig planen wir, die gesamte Wand vom Taubenschmutz zu befreien. Dafür müssen wir aber härteres Geschütz (Hochdruckreiniger) auffahren. Wenn hoffentlich irgendwann das Taubenhaus steht, werden wir mit der Stadt verhandeln, dass die Nischen unter der Unterführung dauerhaft verschlossen werden.

Mit den „vorgemerkten“ Eiern von heute werden es insgesamt 66 ausgetauschte Taubeneier sein.

Noch etwas Positives: wir haben die Rückmeldung erhalten, dass die Tauben rund um den Marler Stern insgesamt schon „entspannter“ wirken und auch weniger aufdringlich seien. Sie würden häufiger auch mal beim Sonnen- oder Sandbad beobachtet werden. Das freut uns wirklich sehr, da es bedeutet, dass die Tauben durch die tägliche, artgerechte Fütterung weniger vor dem ständig drohenden Hungertod auf der Flucht sind und auch einfach mal leben können.

Einen entspannten Restsonntag wünschen Karin, Rainer, Chris, Lucie, Katja und Katrin von den Stadttauben Marl

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