Ich war Flynn.

Aufgewachsen bin ich in einer runterhängenden Regenrinne, zwischen Dämmmaterial und Beton. Seit einiger Zeit geht es mir nicht gut. Auf mir laufen kleine Tiere, die mein Blut trinken und das kribbeln macht mich ganz verrückt. Heute wurde ich aus dem Nest genommen und Menschen haben mich angeguckt. Mein Herzchen hat ganz schnell geschlagen, ich hatte Angst aber keine Kraft mich zu wehren. Schnell war klar das mit mir irgendwas nicht stimmt. Ich war viel zu dünn und eisig kalt, war nur halb so groß wie mein Geschwisterchen und überall krabbelte es auf mir. So entschieden die Menschen mich mitzunehmen. Ich wurde in ein weiches Nest gesetzt und weggefahren. Dann wurde ich auf Zewa gesetzt und von mir sind viele kleine schwarze punkte gefallen. Die waren alle voll mit meinen Blut. Weil mir so kalt war wurde ich erstmal in ein weiches Nest gesetzt unter dem eine Wärmflasche war. Seit langer Zeit war es endlich mal wieder warm. Und hier endet meine Geschichte auch schon. Ich bin in einem warmen Nest für immer eingeschlafen.

Wir Stadttauben haben es sowieso schon schwer, wir finden in der Stadt keine artgerechte Nahrung und außerdem gehören wir gar nicht in die Stadt. Wir gehören in betreute Taubenschläge mit Körnerfutter, frischem Wasser, sicheren Nistplätzen und medizinischer Versorgung, falls wir sie benötigen. In den Taubenhäusern wird regelmäßig sauber gemacht und unser Kot entfernt, das ist für uns gesünder und so können sich Parasiten nicht so schnell ausbreiten.

Flynn haben wir an einer Stelle gefunden für die wir erst jetzt die Genehmigung bekommen haben. Wir lassen natürlich kein Taubenküken so lange sitzen bis man ihm nicht mehr helfen kann.

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