Teil 1: Hugo bzw. Hugoline
Vielleicht können sich noch einige Leser an mich erinnern. „Hugo und der Greifvogel“. Das war meine Geschichte.
Wie ihr seht hat sich mein Traum und Wunsch erfüllt. Ich lebe. Und das, dank der Menschen, die sich um uns Stadttauben hier in Marl kümmern.
Dies ist aber nicht meine Geschichte und auch nicht die der Stadttauben Marl.
Es ist EURE Geschichte. Alles was ich erzähle ist nur Dank EUCH möglich geworden.
Aus der Taubenklinik in Essen bin ich zu meiner Pflegestelle gebracht worden. Wie bei EUCH Nichtfliegern können wir, wenn wir krank sind, nicht sofort in das Taubenhaus. Wir kommen zuerst in eine Gnadenvoliere. Und so kam ich zu Pflegemutter Katrin Jansen.
Man, hat die Frau ein Herz.
Katrin pflegt ehrenamtlich, in ihrer Freizeit, mit ihrer Familie (Fabian und Luisa Marie), die verletzten Stadttauben. Am Anfang in einem umgebauten Gartenhaus. Katrin pflegt uns mit so viel Kraft, Energie und Liebe, dass Sie dadurch schon einigen von uns das Leben gerettet hat.
Ich war ja behindert, mein Fuß war immer noch kaputt. Aber als ich Pflegemutter Katrin sah, wusste ich, hier wird alles gut.
Wie sagt Katrin immer so schön: “ Ihr seid nicht behindert. Ihr habt Kraft und Liebe in Euch.“ Also, zuerst gab sie mir einen Namen: HUGO (besser zu sagen „Hallo HUGO“ als „eh Stadttaube“). Sie füttert uns, baut Bandagen und Hilfsmittel. Sie gibt uns Arznei und versorgt uns auch in „Einzeltherapie“.
Ich musste noch eine Operation überstehen. Mein Bein musste abgenommen werden. Ab zur Taubenklinik und dann aber schleunigst wieder zu meiner Pflegemutter. Und was soll ich sagen: „Na, TOP“. Aus einer schwer verletzten Taube ist eine stattliche Taubendame geworden. Ich habe da nämlich einen Täuberich kennen gelernt, Simsalabim, und der hat sich in mich verguckt. ( Übrigens: ich nenne ihn liebevoll SIMSA). Als Katrin dann sah, dass ICH die Eier gelegt habe, upps, ich war gar kein HUGO, sondern eine HUGOLINE.
Mittlerweile sind schon 19 verletzte und kranke Tauben dazu gekommen (natürlich alle namentlich bekannt). Und so hat der Verein Stadttauben Marl e.V. das Gartenhaus erweitert und eine kleine Voliere vorgebaut. (Mit Pool !!!). SIMSA und ich haben sogar ein eigenes Apartment. Auf den Bildern könnt ihr es sehen.
Und das alles muss bezahlt werden. Tierarzt, Medikamente, Futter, Fahrtkosten und vor allem viel, viel Zeit.
Und nun habt ihr einen kleinen Einblick wofür EUER Geld gebraucht wird.
P.S.: Ying und Yang, unser neuer Zuwachs, sind darüber seeeeeehr glücklich.
Morgen kommt dann Teil 2, mit Britta, Dieter und der schwimmenden Einheit vom City-See.
Es grüßt HUGOLINE und das Team von den Stadttauben aus Marl.
rpo/23.08.2020










